Kinderpolice (sparen für Kinder) im Test

 

 

 
 

Eine Kinderpolice kann ein sinnvoller Baustein sein, um frühzeitig Vermögen für ein Kind aufzubauen und langfristige Vorsorgemöglichkeiten zu schaffen. Doch die Unterschiede zwischen den Tarifen sind groß: Kosten, Flexibilität und vieles mehr kann erheblichen Einfluss darauf haben, wie attraktiv ein Vertrag langfristig ist.

In unserem Kinderpolicen-Test haben wir deshalb verschiedene Anbieter und Tarife anhand dieser Kriterien untersucht. Sofern provisionsfreie Tarife beziehungsweise Nettopolicen verfügbar waren, haben wir diese bevorzugt betrachtet, denn sie passen besonders gut zu einer transparenten und kostenbewussten Vorsorgestrategie.

Benjamin de Groot

Finanzexperte


Aktualisiert am: 27.04.2026

 
Alte Leipziger
LV 1871
WWK
AXA
Nürnberger
Helvetia Baloise
ERGO
Allianz
Stuttgarter
Tarif
ALfonds Young
Mein Plan Kids
Premium Fondsrente Kids 2.0
Just Invest Kinderpolice
Vermögensaufbau 4 Kids
Best Invest Kids
Kidspolice Chance
Invest Flex Kinderpolice
Performance+ Kindervorsorge
Angebot
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Gesamtnote
🥇1,37
🥈1,58
🥉2,21
2,24
2,51
2,68
2,69
2,74
2,84
Provisionsfreier Tarif
Effektivkosten
0,39 %
0,26 %
0,44 %**
0,35 %
0,44 %
0,53 %
0,41 %
0,73 %
0,76 %
Abschlusskosten
0 %
0 %
2,5 %
0 %
2,5 %
2,5 %
0 %
2,5 %
2,5 %
Kosten je Beitrag
0 %
4 %
10 %
1,70 %
8,75 %
10,85 %
6 %
4,5 %
4 %
Kosten Fondsguthaben p.a.
0,3 %
0,20 %
0,55 %
0,25 %
0,1 %
0,3 %
0,36 %
0,4 %
0,48 %
Stückkosten p.a.
36 €
0 €
0 €
0 €
0 €
0 €
12 €
0 €
60 €
Progn. Guthaben mit 18*
19.571 €
19.464 €
17.488 €
19.888 €
18.050 €
17.373 €
18.673 €
18.522 €
17.547 €
Progn. Guthaben mit 67*
541.474 €
555.293 €
427.938 €
560.886 €
530.867 €
470.106 €
504.935 €
470.070 €
431.303 €
Garantierter Rentenfaktor
25,28 €
24,77 €
26,65 €
21,63 €
22,58 €
25,11 €
22,11 €
21,42 €
21,56 €
Aktueller Rentenfaktor
26,61 €
26,50 €
26,65 €
25,45 €
26,56 €
26,66 €
26,81 €
26,78 €
26,74 €
Verzicht auf §163VV
Anzahl ETFs
82
57
20
35
21
39
33
34
58
Anzahl Anlagen gesamt
181
174
114
113
60
125
89
122
146
Nachhaltige Anlagen möglich
Mindestbeitrag
25 €
25 €
20 €
25 €
25 €
25 €
25 €
1 €
20 €
Wechsel der Geldanlage
unbegrenzt
unbegrenzt
unbegrenzt
12x
12x
12x
12x
12x
unbegrenzt
Mindestbeitrag Auszahlung
500 €
200 €
500 €
0 €
500 €
0 €
500 €
100 €
1000 €
Kosten je Auszahlung
0 €
0 €
90 €
15 €
1 % (maximal 50 €)
30 €
0 €
15 €
50 €
Mindestbeitrag Zuzahlung
500 €
50 €
200 €
250 €
250 €
250 €
100 €
200 €
250 €
Kosten je Zuzahlung
0 %
0,5 %
5 %
0,70 %
6,75 %
6%
1,5 %
9 %
5,5 %
Zuzahlung von dritten möglich (z.B. Großeltern etc.)
Höchstalter Rentenphase
90
85
90
85
84
89
84
67
75
Rebalancing
Ablaufmanagement
Depotübertrag möglich
Fondsbasierte Auszahlungsphase
Automatisierte Übertragung aufs Kind möglich
Onlineportal vorhanden
Online Vertragsstand einsehen
Online Adresse ändern
Online Bankverbindung ändern
Online Geldanlage wechseln
Online Zuzahlung leisten
Online Vertragsdokumente abrufen
Eigenkapital
1,153 Mrd. €
157 Mio. €
315 Mio. €
60 Mio. €
300 Mio. €
109 Mio. €
743 Mio. €
2,567 Mrd. €
214 Mio. €
Anlagen
32,393 Mrd. €
7,239 Mrd. €
12,652 Mrd. €
25,266 Mrd. €
19,837 Mrd. €
8,948 Mrd. €
39,390 Mrd. €
291,811 Mrd. €
7,952 Mrd. €
Verwaltungskosten
1,87 %
2,45 %
3,01 %
3,27 %
4,01 %
2,8 %
5,25 %
1,16 %
2,24 %
Durchschnittsverzinsung (10 Jahre)
3,59 %
4,06 %
3,75 %
3,76 %
3,07 %
3,63 %
3,66 %
3,76 %
3,6 %
 

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* In der Modellrechnung wird eine jährliche Wertentwicklung von 6% bei Kosten der Geldanlage von 0,2% unterstellt. Die berücksichtigten Kosten sind in der Tabelle hinterlegt. Das hinterlegte Ausgangsalter liegt bei 6 Jahren. Somit ist bei der prognostizierten Ablaufleistung bis 18 mit einer Laufzeit von 13 Jahren gerechnet und bei der prognostizierten Ablaufleistung mit 67 mit einer Laufzeit von 61 Jahren.

** Die Effektivkosten werden durch nicht garantierte Überschüsse reduziert.

Disclaimer: Alle Daten sind mit größter Sorgfalt recherchiert und basieren auf den aktuellen Angebotsberechnungen der Rechentools der Versicherung sowie den aktuellen allgemeinen Versicherungsbedingungen. Doch trotz größter Sorgfalt können wir nicht ausschließen, dass uns an irgendeiner Stelle ein Fehler unterlaufen ist. Darüber hinaus kann dieser Test nur einen allgemeinen Überblick verschaffen und ersetzt keine auf die individuelle Situation zugeschnittene Beratung.

 

 

 

Welche Anbieter haben wir getestet?


Im Rahmen unseres Kinderpolicen-Tests haben wir verschiedene Möglichkeiten des Sparens für Kinder auf den Prüfstand gestellt. Dabei haben wir uns die Tarife von 9 Anbietern angeschaut, die spezielle Verträgezum Sparen für die Kinder auf dem Markt haben.

Wenn ein Anbieter eine provisionsfreie Varaiante (Nettopolice) des Vertrags angeboten hat, haben wir diese in unserem Test genutz, um die Kosten möglichst niedrig und die Ablaufleistung möglichst hoch zu halten.

Konkret geht es um folgende Anbieter:

  • Allianz Invest Flex Kinderpolice
  • Alte Leipziger ALfonds Young
  • AXA Jsut Invest Kinderpolice
  • ERGO Kidspolice Chance
  • Helvetia Baloise Best Invest Kids
  • LV 1871 Mein Plan Kids
  • Nürnberger Vermögensaufbau4Kids (NFXK3300)
  • Stuttgarter Performance+ Kindervorsorge
  • WWK Premium Fondsrente Kids 2.0
 

 

 

 

So haben wir getestet 

In unserem Kinderpolicen-Test haben wir Tarife von 9 verschiedenen Anbietern in 30 Detailkategorien getestet und benotet. Im Folgenden werden wir darauf eingehen, welche Kriterien wir getestet haben und auf welcher Grundlage die Benotung zustande kommt.

Die Tarife haben wir im jeweiligen Onlinerechner der Versicherung berechnet und dabei folgende Berechnungsgrößen zugrunde gelegt:

  • Wenn vorhanden provisionsfreier Tarif
  • Einstiegsalter 6 Jahre
  • Laufzeit des Vertrags: 61 Jahre
  • Monatlicher Sparbeitrag: 100€
  • Fondsgebundener Tarif ohne Garantie
  • 10 Jahre Rentengarantiezeit
  • Anlage in den iShares Core MSCI World
 
 
Effektivkosten
Gerade bei einer Versicherungslösung sind die Kosten immer einer der größten und wichtigsten Bestandteile.

Bei einer Versicherung gibt es viele unterschiedliche Kostenarten. Das sind beispielsweise die Abschluss- und Vertriebskosten (diese gibt es in einer Nettopolice logischerweise nicht), die Verwaltungskosten oder auch die Kosten für die gewählte Geldanlage.

Die Effektivkosten fassen alle Kostenarten zusammen und verteilen diese gleichmäßig auf die gesamte Laufzeit. Dargestellt werden die Effektivkosten in Form eines Prozentwertes.

Die Effektivkosten geben an, um wie viel % die erzielte Rendite durch die Kosten des Vertrags reduziert wird.

Hat man beispielsweise Effektivkosten von 1% und die gewählte Geldanlage würde 6% erzielen, würden einem 5% gutgeschrieben werden.

Der Ausweis der Kosten in Form von Effektivkosten hat den Vorteil, dass die Kosten einfacher mit anderen Anlagen verglichen werden können. So kann man beispielsweise auf einen Blick die Kosten einer Versicherungslösung mit den Kosten eines Fonds vergleichen.

Wichtig ist, dass die Effektivkosten nur dann aussagekräftig sind, wenn der Vertrag auch die gesamte Laufzeit über durchgehalten wird. Hier gilt, je niedriger die Kosten, desto besser.

An dieser Stelle noch eine wichtige Präzisierung. Es gibt Vorlagen und Regeln, wie Effektivkosten zu berechnen sind. Diese werden herausgegeben von der Produktinformationsstelle Altersvorsorge (PIA).

Beim Ergebnis ist vor allem die Hochrechnung der Rendite entscheidend. Wenn hier höhere Werte angesetzt werden, kann es sein, dass auch die Effektivkosten höher ausfallen. Das liegt daran, dass die Kosten in Altersvorsorgeverträgen für gewöhnlich nicht absolut sind, sondern prozentuale Anteile des Vertragsguthabens.

Je höher jetzt die Rendite ist, desto höher ist das Vertragsguthaben und desto höher sind dann auch die absoluten Kosten.

Somit sind leider auch die Effektivkosten nicht ein 100% einheitlich vergleichbarer Wert. Jedoch ist es nach unserer Einschätzung nach von allen Kennzahlen die, die die Realität am besten abbildet und somit auch eine bestmögliche Vergleichbarkeit bietet.

Zusätzlich haben wir auch die Realkosten der Verträge in der Auswertung dargestellt. Damit hat mann die 100% tatsächlichen Kosten des Vertrags.

Im Rahmen unseres haben wir die Kosten für die Geldanlage nicht in den Effektivkosten berücksichtigt. Grund dafür ist, dass wir, um es vergleichbar machen zu können, davon ausgehen, dass wir bei allen Tarifen die gleiche Geldanlage hinterlegen und somit auch die Kosten für die Geldanlage bei allen gleich sind somit würde ist eine Berücksichtigung für das Ergebnis nicht notwendig.

Darüber hinaus kann der Verbraucher auf diese Weise einfach die Kosten für seine Wunschgeldanlage auf die ermittelten Effektivkosten aufschlagen und hat so die für ihn relevanten Effektivkosten.
Geldanlage
Bei einer Versicherungslösung gibt es im Grunde zwei Möglichkeiten, das Geld, was monatlich gespart wird, zu investieren. Die eine Möglichkeit ist über einen sogenannten klassischen Tarif. Das bedeutet, dass man einen Garantiezins hat, der aktuell im Jahre 2023 bei 0,25% liegt. Neben dem Garantiezins kommen noch Überschüsse dazu, die die Versicherung erwirtschaftet.

Diese Art der Geldanlage ist nicht wirklich sinnvoll. Die Garantie ist sehr gering, sogar deutlich unterhalb der Inflation und auch die Überschüsse, die die Versicherungen erwirtschaften, sind aufgrund des Niedrigzinsumfeldes auch eher gering. Aus diesem Grund sollte man eher zur so genannten fondsbasierten Variante greifen.

Hier wird das gesparte Kapital in einen oder mehrere Fonds investiert, aus denen man frei wählen kann und deren Zusammenstellung man über die Vertragslaufzeit auch regelmäßig verändern kann.

Hier sind die Renditeerwartungen natürlich deutlich höher als über die klassische Variante und daher schauen wir uns auch nur diese Variante genauer an. Konkret haben wir uns drei Dinge angeschaut:

Aus wie vielen verschiedenen Geldanlagen kann man wählen. Je mehr Auswahlmöglichkeiten, desto besser. Somit bleibt man in der Geldanlage sehr flexibel und kann die Anlage nach seinen Wünschen zusammenstellen.

Als Nächstes sollte man sich anschauen, ob es die Möglichkeit gibt, in ETFs zu investieren und wenn ja aus wie vielen ETFs man auswählen kann.

Als Drittes haben wir uns angeschaut, ob es die Möglichkeit gibt, in nachhaltige Geldanlagen gemäß des Art. 9 der EU-Offenlegungsverordnung zu investieren. Damit eine Geldanlage diesem Artikel entspricht, müssen bestimmte Nachhaltigkeitsmerkmale der Geldanlage erfüllt sein. Diese Anlagen müssen z.B. dazu beitragen, dass die Nachhaltigkeitsziele der UN nicht verletzt werden und transparent eine positive Nachhaltigkeitswirkung erzielt wird.
Rentenfaktoren
Den Rentenfaktor benötigt man, um das angesparte Kapital mit dem Renteneintritt in eine lebenslange Rente umzuwandeln. Die Berechnung funktioniert dabei wie folgt:

Angespartes Kapital / 10.000 * Rentenfaktor.

Hier das ganze auch einmal an einem Beispiel.

Angenommen, man hat über die Vertragslaufzeit 100.000€ angesammelt und der Rentenfaktor beträgt 25€, dann sieht die Berechnung wie folgt aus:

100.000€ : 10.000 *25€ = 250€

D.h. bei den angenommenen Zahlen würde die lebenslange Rente 250€ betragen. Zusätzlich kommen noch Überschüsse dazu die, die Versicherung erwirtschaftet, diese sind aber nicht garantiert und auch erst einmal unabhängig vom Rentenfaktor.

Beim Rentenfaktor unterscheidet man zwischen dem aktuellen Rentenfaktor und dem garantierten Rentenfaktor.

Der aktuelle Rentenfaktor gibt an, wie hoch der Rentenfaktor mit Erreichen des Rentenalters sein wird bei heutiger Rechnungsgrundlegung. D.h. wenn die grundsätzlichen Rahmenbedingungen so bleiben, wie sie jetzt sind, dann wird das der Rentenfaktor sein den man im Alter hat.

Hier kann man relativ pauschal sagen, je höher der aktuelle Rentenfaktor ist, umso besser, da mit einem höheren Rentenfaktor eine höhere Rente einhergeht. Dieser Wert ist jedoch nicht garantiert, sondern lediglich eine Hochrechnung.

Der garantierte Rentenfaktor gibt an welchen Rentenfaktor man in jedem Fall erhält, egal wie die Entwicklung der Rahmenbedingungen im Laufe der Zeit ist. Der garantierte Rentenfaktor gibt die garantierte Untergrenze an.

Jetzt könnte man ja meinen, dass genau wie bei dem aktuellen Rentenfaktor auch hier ein möglichst hoher garantierter Rentenfaktor optimal ist. Doch das lässt sich so pauschal nicht sagen. Garantien haben immer den Nachteil, dass sie unflexibel machen und meistens auch teuer sind.

Ein hoher garantierter Rentenfaktor kann dazu führen, dass die Versicherung eingeschränkter in Ihren Handlungsmöglichkeiten ist, da Sie zunächst die Garantie bedienen muss. Das kann dazu führen, dass Überschüsse geringer ausfallen und somit letztendlich die tatsächliche Auszahlung niedriger ausfällt trotz eines höheren garantierten Rentenfaktors.

Des Weiteren haben wir uns angeschaut, ob die Versicherung auf die sogenannte Treuhänderklausel verzichtet. Im Rahmen des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) haben Versicherungen nach § 163 die Möglichkeit, auch ihre garantierten Rentenfaktoren nachträglich anzupassen, falls die wirtschaftliche Situation dies erfordert. Das kann natürlich nicht einfach so geschehen, sondern ein Treuhänder muss zustimmen. Wenn im Bedingungswerk diese Option explizit ausgeschlossen wurde, haben wir dies mit einem Bonus versehen.
Flexibilität und Vertragsgestaltung
In dieser Kategorie haben wir uns angeschaut, inwiefern man seinen laufenden Vertrag anpassen kann. Dabei sind wir auf folgende Unterkategorien eingegangen.

Mindestbeitrag

Hier haben wir geschaut, wie hoch der Mindestbeitrag ist, den man bei einer monatlichen Sparrate wählen kann.

Kostenfreier Wechsel der Geldanlage

Eine weitere Kategorie in diesem Bereich, die wir uns angeschaut haben, sind die Möglichkeiten im Bereich der Veränderung der gewählten Geldanlage. Konkret haben wir uns angeschaut, ob dies grundsätzlich möglich ist und wenn ja, wie oft im Jahr kostenfrei.

Auszahlungen & Zuzahlungen

Eine weitere wichtige Gestaltungsmöglichkeit sind das Thema Auszahlung und Zuzahlung während der Vertragslaufzeit. Also wie ist die Regelung wenn ich einen Teil des Kapitals auszahlen möchte oder auch einmalig eine Zuzahlung leisten möchte. Hier haben wir uns angeschaut, wie hoch der Mindestbeitrag bei einer Zuzahlung und einer Auszahlung ist und wie hoch die Kosten für eine Zu- und Auszahlung sind.

Erhöhung des Beitrags

Diese Unterkategorie haben wir nicht in unserer Benotung berücksichtigt, da die Bedingungen dafür von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich sind und das Ergebnis mit einem anderen Sparbeitrag bei ein und demselben Anbieter unterschiedlich sein kann, was eine objektive Bewertung schwierig macht.

Trotzdem ist es eine Information, die bei der Auswahl des passenden Vertrags eine Rolle spielen sollte und deshalb wird sie auch von uns mit aufgeführt.

Höchstalter Rentenphase

Eine weiter Kategorie die wir uns angeschaut haben ist das Höchstalter beim Renteneintritt. Also wie alt darf man maximal sein, wenn man die Rente abruft. Anders als beispielsweise bei einer Rürup-Rente gibt es hier keine gesetzliche Vorgabe des maximal zulässigen Alters.

Ablaufmanagement & Rebalancing

Eine weitere Flexibilitätskategorie die wir uns angeschaut haben sind die Möglichkeiten des Ablaufmanagements und Rebalancings. Bei einem vereinbarten Ablaufmanagement werden die Anlagen je näher man der Rente kommt Schritt für Schritt in sicherere Anlagen umgeschichtet. Bei einem vereinbarten Rebalancing werden die Anlagen einmal im Jahr so umgeschichtet, dass sie der ursprünglichen prozentualen Verteilung entsprechen.

Fondsbasierte Auszahlungsphase

In dieser Kategorie haben wir geschaut, ob es die Möglichkeit einer fondsbasierten Auszahlphase gibt.

Anders als bei der sonst üblichen Auszahlphase, in der die Verzinsung des Guthabens durch den Deckungsstock der Versicherung, geschieht kann bei einer fondsbasierten Auszahlungsphase das Kapital weiterhin in Fonds bzw. ETFs investiert bleiben.

Depotübertrag

In dieser Unterkategorie haben wir uns angeschaut, ob es möglich ist, statt der eigentlich vorgesehenen Verrentung bzw. Auszahlung des Kapitals die vorhandenen Anteile auf ein Depot zu übertragen.

Zuzahlung von dritten möglich

Neben der "normalen" Zuzahlung über den Vertragsinhaber haben wir uns angeschaut ob auch eine Zuzahlung von dritten Personen möglich ist. Das ist vor allem relevante wenn bspw. Verwandte oder Freunde in den vertrag einzahlen wollen.

Automatisierte Übertragung aufs Kind möglich

Kinderpolicen sind in der Regel so gestaltet, dass das Kind versicherte Person ist und ein Elternteil Versicherungsnehmer. Irgendwann überträgt man dann den Vertrag auf das Kind so das es sowohl Versicherungsnehmer als auch versicherte Person ist. Dies muss allerdings meist aktiv angestoßen werden. In dieser Kategorie haben wir uns angeschaut ob es die Möglichkeit gibt, dass dies (wenn gewünscht) automatisiert geschehen kann.
Onlineportal
In dieser Kategorie haben wir uns angeschaut, ob der Anbieter ein Onlineportal anbietet, über das man Vertragsänderungen vornehmen kann.

Im Detail haben wir geprüft, ob folgende Anpassungen/ Informationen über das Onlineportal möglich bzw. abrufbar sind:

  • Vertragsstand einsehen
  • Adresse ändern
  • Bankverbindung ändern
  • Geldanlage ändern
  • Zuzahlung leisten
  • Vertragsdokumente abrufen
Bilanzkennzahlen
Die Kinderpolice kann für den mittelfristigen Vermögensaufbau genutzt werden aber auch direkt als Altersvorsorgevertrag. Somit handelt es sich um einen sehr lange laufenden Vertrag, der einen bis zu seinem Ableben begleitet. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der gewählte Vertragspartner auch langfristig das leisten kann, was er heute in seinem Vertrag verspricht.

Die sinnvollste Möglichkeit, sich heute ein Bild über die Mögliche zukünftige Entwicklung zu machen, ist über die Bilanzkennzahlen, die von den Versicherungen Jahr für Jahr im Rahmen Ihres Geschäftsberichts veröffentlicht werden.

Denn je besser die Zahlen und Finanzstärke heute ist, desto wahrscheinlicher ist es auch, das die Versicherung zukünftig erfolgreich weiter arbeiten wird.

Da so ein Geschäftsbericht relativ umfangreich ist, empfehlen wir sich nur auf ein paar wenige wichtige Kennzahlen zu Fokussieren. Das können beispielsweise folgende Dinge sein:

  • Höhe des Eigenkapitals
  • Das Eigenkapital gibt an, was übrig bleibt, wenn man die Schulden von den vorhandenen Vermögenswerten abzieht. Daher ist ein hohes Eigenkapital erst einmal ein gutes Zeichen.

  • Verwaltungskostenquote
  • Diese sagt aus, wie effizient insgesamt im Unternehmen gearbeitet wird. Je geringer der Wert ist, umso besser.

  • Nettoverzinsung (der letzten 10 Jahre)
  • Diese sagt aus, was über alle Geldanlagen und Verträge hinweg nach Abzug der Kosten in den letzten 10 Jahren als Rendite erwirtschaftet wurde. Auch hier gilt logischerweise, je höher der Wert, desto besser.

  • Höhe der investierten Gelder
  • Diese Kennzahl sagt aus, wie viel Geld vom jeweiligen Anbieter im Rahmen des Versicherungsmantels investiert wird. Auch hier ist ein hoher Wert tendenziell gut.
 

So haben wir benotet

 

Die bereits genannten Kategorien haben wir nach einem Schulnotenprinzip von 1 bis 6 bewertet. Dabei hat jede Unterkategorie auf Grundlage vorher klar definierten Kriterien eine eigene Note bekommen.

Aus den Noten der Unterkategorien haben wir dann Zwischennoten in den Bereichen Effektivkosten, Geldanlage, Rentenfaktor, Flexibilität, Bilanzkennzahlen und Onlineportal ermittelt und am Ende eine abschließende Note als Durchschnitt aus allen Einzelnoten ermittelt.

In den folgenden Tabs findest du wie ganz genau wie in der jeweiligen Kategorie welche Note zustande gekommen ist.

 
 
Benotung Effektivkosten
  • Note 1: 0,39% und weniger
  • Note 2: 0,4% bis 0,49%
  • Note 3: 0,5% bis 0,59%
  • Note 4: 0,6% bis 0,69%
  • Note 5: 0,7% bis 1%
  • Note 6: 1,01% und mehr
Benotung Geldanlagen
Anzahl der Geldanlagen
  • Note 1: 100 und mehr
  • Note 2: 99 bis 75
  • Note 3: 74 bis 50
  • Note 4: 49 bis 35
  • Note 5: 34 bis 20
  • Note 6: 19 und weniger
Anzahl der ETFs
  • Note 1: 50 und mehr
  • Note 2: 49 bis 40
  • Note 3: 39 bis 30
  • Note 4: 29 bis 20
  • Note 5: 19 bis 10
  • Note 6: 9 und weniger
Anzahl nachhaltige Geldanlagen
  • Ja: 0
  • Nein: +0,5
Benotung Rentenfaktoren
Aktueller Rentenfaktor
  • Note 1: 28€ und mehr
  • Note 2: 27,99€ bis 26€
  • Note 3: 25,99€ bis 24€
  • Note 4: 23,99€ bis 23€
  • Note 5: 22,99€ bis 21€
  • Note 6: 20,99€ und weniger
Garantierter Rentenfaktor
  • Note 1: 27€ und mehr
  • Note 2: 26,99€ bis 25€
  • Note 3: 24,99€ bis 22€
  • Note 4: 21,99€ bis 21€
  • Note 5: 20,99€ bis 18€
  • Note 6: 17,99€ und weniger
Verzicht auf §163 VVG
  • Ja: -0,5
  • Nein: 0
Benotung Flexibilität
Mindestbeitrag
  • Note 1: 0€ bis 25€
  • Note 2: 25,01€ bis 50€
  • Note 3: 50,01€ bis 100€
  • Note 4: 100,01€ bis 200€
  • Note 5: 200,01€ bis 300€
  • Note 6: 300,01€ und mehr
Wechsel der Geldanlage
  • Note 1: Beliebig oft bzw. 12x im Jahr
  • Note 2: 11x bis 7x im Jahr
  • Note 3: 6x bis 5x im Jahr
  • Note 4: 4x bis 2x im Jahr
  • Note 5: 1x im Jahr
  • Note 6: Kein kostenfreier Wechsel möglich
Auszahlung Mindestbeitrag
  • Note 1: 0€ -250€
  • Note 2: 250,01€ bis 500€
  • Note 3: 500,01€ bis 1000€
  • Note 4: 1000,01€ bis 1500€
  • Note 5: 1500,01€ bis 2000€
  • Note 6: 2000,01€ und mehr
Auszahlung Kosten
  • Note 1: 0€
  • Note 2: 0,01€ bis 25€
  • Note 3: 25,01€ bis 50€
  • Note 4: 50,01€ bis 75€
  • Note 5: 75,01€ bis 150€
  • Note 6: 150,01€ und mehr
Zuzahlung Mindestbeitrag
  • Note 1: 0€ - 250€
  • Note 2: 250,01€ bis 500€
  • Note 3: 500,01€ bis 1000€
  • Note 4: 1000,01€ bis 2000€
  • Note 5: 2000,01€ bis 4000€
  • Note 6: 4000,01€ und mehr
Zuzahlung Kosten
  • Note 1: 0%
  • Note 2: 0,01% bis 0,5%
  • Note 3: 0,51% bis 1,5%
  • Note 4: 1,51% bis 2%
  • Note 5: 2,01% bis 5%
  • Note 6: 5,01% und mehr
Höchstalter Rentenphase
  • Note 1: 86 und länger
  • Note 2: 85 bis 84
  • Note 3: 83 bis 80
  • Note 4: 79 bis73
  • Note 5: 72 bis 68
  • Note 6: 67 und kürzer
Ablaufmanagement
  • Ja: 0
  • Nein: +0,25
Rebalancing
  • Ja: 0
  • Nein: +0,25
Fondsbasierte Auszahlphase
  • Ja: 0
  • Nein: +0,25
Depotübertrag
  • Ja: 0
  • Nein: +0,25
Zuzahlung von dritten möglich
  • Ja: 0
  • Nein: +0,25
Automatisierte Übertragung aufs Kind möglich
  • Ja: 0
  • Nein: +0,25
Benotung Onlineportal
Die Kategorie Onlineportal wurde anders als die anderen Kategorien in der Gesamtbewertung nicht voll gewichtet, sondern mit 50%

  • Note 1: 6 Kriterien erfüllt
  • Note 2: 5 Kriterien erfüllt
  • Note 3: 4-3 Kriterien erfüllt
  • Note 4: 2 Kriterien erfüllt
  • Note 5: 1 Kriterium erfüllt
  • Note 6: 0 Kriterien erfüllt bzw. kein Onlineportal vorhanden
Benotung Bilanzkennzahlen
Eigenkapital
  • Note 1: 250 Mio. € und mehr
  • Note 2: 249 Mio. € bis 100 Mio. €
  • Note 3: 99 Mio. € bis 50 Mio. €
  • Note 4: 49 Mio. € bis 10 Mio. €
  • Note 5: 9,99 Mio. € bis 5 Mio. €
  • Note 6: 4,99 Mio. € und weniger
Nettoverzinsung
  • Note 1: 4,5% und mehr
  • Note 2: 4,49% bis 3,5%
  • Note 3: 3,49% bis 3%
  • Note 4: 2,99% bis 2,5%
  • Note 5: 2,49% bis 2%
  • Note 6: 1,99% und weniger
Verwaltungskosten
  • Note 1: 1,5% und weniger
  • Note 2: 1,51% bis 2%
  • Note 3: 2,01% bis 3%
  • Note 4: 3,01% bis 4%
  • Note 5: 4,01% bis 5%
  • Note 6: 5,01% und mehr
Anlagen
  • Note 1: 10 Mrd. € und mehr
  • Note 2: 9,99 Mrd. € bis 5 Mrd. €
  • Note 3: 4,99 Mrd. € bis 2 Mrd. €
  • Note 4: 1,99 Mrd. € bis 1 Mrd. €
  • Note 5: 999 Mio. € bis 400 Mio. €
  • Note 6: 399 Mio. € und weniger
 

 

 

 

Prognsostizierte Ablaufleistung

Im Rahmen der prognsostizierten Ablaufleistung haben wir berechnet wie das zu erwartende Guthaben beim Alter 18 und beim Alter 67 ist. Bererchnungsgrundlage waren die folgenden Kriterien:

  • Jährliche Wertentwicklung von 6%
  • Kosten der Geldanlage 0,2%
  • Alle weiteren realen Vetragskosten (siehe Aufschlüsselung Kosten in der Tabelle)

Kostensenkende Überschüsse wurde in der Berechnung nicht berücksichtigt. Grund dafür ist, dass diese nicht garantiert sind und unserer Meinung nach eine Berechnung mit den tatsächlichen Kosten ein realistischeres Bild für die Zukunft darstellt.

Noch ein Hinweis. Bei manchen Provisionstarifen wird die Bewertungssumme nicht auf die gesamte Laufzeit des Vertrags kalkuliert, sondern ist begrenzt. Dies wurde in der Berechnung der prognostizierten Ablaufleistungen berücksichtigt:

  • WWK begrenzt auf 35 Jahre
  • Helvetia Baloise begrenzt auf 40 Jahre
  • Nürnberger begrenzt auf 35 Jahren
 

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