Was kostet eine Finanzberatung 2020


Alles rund um die Kosten im Rahmen einer Finanzberatung einfach und verständlich erklärt
 
 

 
 


Was kostet eine Finanzberatung? Wie viel muss man für einen Finanzberater bezahlen? Wie setzen sich die Kosten zusammen? Was lohnt sich mehr: Eine Honorarberatung oder eine Beratung auf Provisionsbasis?

Wer für sich die passende Finanzberatung sucht, wird sich über kurz oder lang auch mit Thema der Kosten einer Finanzberatung auseinandersetzen müssen. Wichtig ist es zu verstehen welche Kostenarten es gibt und wie sie funktionieren.

Benjamin de Groot

Finanzexperte


Aktualisiert am: 12.05.2020
 


Die Kosten einer Finanzberatung sind abhängig von vielen verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise dem Umfang der Beratung und den behandelten Produkten. Grob gesagt unterscheidet man in der Finanzberatung zwei Kostenmodelle. Das ist zum einen die Honorarberatung und zum anderen die Beratung auf Provisionsbasis. Was das besser System ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.

Deswegen ist es sehr gut, dass du dich mit diesem Thema auseinandersetzt. Denn nur wenn du weißt welche Preismodelle es gibt und wie sich diese zusammensetzen kannst du entscheiden, was für dich, die richtige Art der Beratung ist.

In diesem Ratgeber werden dir alle Informationen an die Hand gegeben, die du im Zusammenhang mit den Kosten einer Finanzberatung wissen solltest.

Was kostet eine Finanzberatung?


Wenn man sich mit dem Thema Finanzberatung auseinandersetzt kommt man zwangsläufig mit dem Thema Kosten einer Beratung in Kontakt. Dabei stellt sich die Frage was für Kosten fallen eigentlich an und wie hoch sind diese?

Was eine Finanzberatung konkret kostet lässt sich leider nicht pauschal beantworten und hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab.

Im ersten Schritt gilt es nämlich schon zu unterscheiden zwischen einer Honorarberatung und einer Provisionsberatung. Bei einer Honorarberatung wird häufig auf Stunden- oder Projektbasis abgerechnet. Wohingegen bei der Beratung auf Provisionsbasis die Kosten im abgeschlossenen Vertrag enthalten sind.

Was kostet eine Honorarberatung?


Honorarberatung ist die Bezeichnung für eine Finanzberatung, bei der der Berater ein Honorar vom Beratungsempfänger erhält. Für gewöhnlich wird im Vorfeld der Beratung festgelegt, wie hoch die Kosten für die Beratung sein werden. Man unterscheidet hier zwischen einer Beratung auf Stundenbasis und einer Beratung auf Projektbasis.

Ein Projekt kann beispielsweise die Überprüfung der vorhandenen Verträge, die Analyse der bestehenden Lücke in der Altersvorsorge und vieles mehr sein. Auf der Grundlage der Anfrage schätzt der Berater den Beratungsaufwand ab und legt den Preis für das gesamte Projekt fest.

Die Kosten für ein Projekt, für einfache und wenig umfangreiche Themen, liegen bei 100€ bis 150€ und können je nach Komplexität und Umfang des Projekts auch bei über 5000€ liegen. Der Vorteil bei einem Honorar auf Projektbasis ist, dass man direkt zu Beginn der Beratung weiß, wie viel Kosten auf einen zukommen.

Bei der Honorarberatung auf Stundenbasis hingegen wird jede Beratungsstunde einzeln abgerechnet, ähnlich wie man es von einem Anwalt kennt. Die Kosten für eine Stunde sind unterschiedlich. Liegen aber in der Regel zwischen 70€ und 130€ pro Stunde.

Bei den im Rahmen einer Honorarberatung vermittelten Produkten spricht man von so genannten Nettotarifen. D.h. das in den Produkten keine Provisionen enthalten sind, da der Berater über das vorher vereinbarte Honorar bezahlt wird.


Was kostet eine Provisionsberatung?


Von einer Provisionsberatung spricht man, wenn ein Berater durch den Abschluss eines Vertrags eine Provision erhält. Somit ist bei einer Beratung auf Provisionsbasis die Beratung selber erst einmal kostenlos. Kosten für den Kunden entstehen erst, wenn tatsächlich ein Vertrag abgeschlossen wird.

Wenn ein Vertrag abgeschlossen wurde fällt normalerweise ein monatlich oder jährlich zu zahlender Beitrag an. In diesem Beitrag ist die Provision enthalten (in den so genannten Abschluss- und Vertriebskosten). Dabei ist egal ob man einen Provisionstarif über einen Makler oder selber über eine Vergleichsplatform abschließt. Die enthaltenen Kosten sind exakt gleich.

Wie viel die Provision vom Gesamtbeitrag ausmacht ist von Produkt zu Produkt aber auch von Produktgattung zu Produktgattung sehr unterschiedlich. Deshalb lassen sich hier Näherungswerte angeben.
  • Sachversicherungen

    Hier spricht man von Dingen wie einer Haftpflicht-, Kfz oder Hausratversicherung. Die Provision wird anhand des jährlich zu zahlenden Beitrags bestimmt und liegt meist zwischen 8% und 25% des jährlichen Beitrags.
  • Private KV

    Die Abschlussprovision bei einer privaten Krankenversicherung berechnet sich nach den so genannten Monatsbeiträgen. D.h. die Provision für eine private Krankenversicherung liegt meist zwischen einem und 9 Monatsbeiträgen.
  • Altersvorsorge

    Bei der Altersvorsorge spricht man von Produkten wie dem Riester oder der privaten Rentenversicherung. Um hier die Höhe der Provision zu bestimmen wird der über die gesamte Laufzeit zu zahlende Beitrag aufsummiert. Auf diesen Gesamtbeitrag wird dann die Provision bestimmt. Diese liegt üblicherweise zwischen 1% und 5%.
  • BU-Versicherung

    Genau wie bei der Altersvorsorge wird bei der Berufsunfähigkeitsversicherung der Beitrag für die gesamte Laufzeit aufsummiert. Auch hier entspricht die Provision etwa 1% bis 5% des Beitrags über die gesamte Laufzeit.
  • KV Zusatz

    Hierzu zählen beispielsweise Produkte, wie ein stationärer Zusatz oder eine Zahnzusatzversicherung. Die Abschlussprovision berechnet sich hier, genau wie bei der privaten Krankenversicherung, in Monatsbeiträgen und liegt zwischen einem und 9 Monatsbeiträgen.
  • Geldanlage

    Bei der Geldanlage spricht man klassischerweise nicht von Provisionen. Ein Äquivalent dazu sind die Ausgabeaufschläge diese liegen meist zwischen 1% und 6% des investierten Beitrags.
  • Baufinanzierung

    Bei der Baufinanzierung berechnet sich die Provision anhand der Höhe des Kredits. Hier liegt die Provision zwischen 0,5% und 2% der Kreditsumme.

Was ist besser eine Provisionsberatung oder Honorarberatung?


Häufig wird die Frage gestellt, was ist denn jetzt sinnvoller? Sich auf Provisionsbasis oder Honorarbasis beraten zu lassen? Wie bei so vielen Dingen kann man hier leider nur antworten, es kommt darauf an.

Beide Varianten haben Ihre Vor- und Nachteile, welche Variante die bessere ist, ist abhängig von der individuellen Ausgangssituation und den eigenen Präferenzen.

Viel wichtiger für ein gutes Ergebnis einer Finanzberatung als die Kostengestaltung ist, dass man einen guten, zuverlässigen und seriösen Berater hat. Denn nur so kann gewährleistet werden, dass die Beratung einen Mehrwert hat und man wirklich das bekommt, was man sich von einer Beratung erhofft und das ganze unabhängig vom Preismodell.

 

Die Vor- und Nachteile auf einen Blick

 

Vorteile Honorarberatung



  • Alle Kosten sind von Anfang an bekannt und bezahlt
  • Ab dem 1. Tag fließen alle Beiträge in die Verträge, somit profitiert man direkt vom Zinseszinseffekt
  • Der Berater muss kein Produkt vermitteln um Geld zu verdienen

Nachteile Honorarberatung



  • Hohe Kostenbelastung auf einen Schlag
  • Einschränkungen in der Produktauswahl, da nicht alle Anbieter Honorartarife anbieten
  • Gerade bei einfachen Themen, sind die Kosten vergleichsweise hoch


Vorteile Provisionsberatung



  • Zugriff auf alle am Markt angebotene Produkte
  • Kein hohe finanzielle Belastung zu Beginn, da die Provision über die laufenden Beiträge gezahlt wird
  • Bei einfach Themen wie beispielsweise einer Haftpflicht ist die Provision viel geringer als es ein Honorar wäre

Nachteile Provisionsberatung



  • Es muss ein Produkt vermittelt werden, damit der Berater Geld verdient
  • Höhe der Kosten in den Verträgen sind häufig nicht auf den ersten Blick ersichtlich
  • Die Kosten zu Vertragsbeginn schränken den Zinseszinseffekt ein

Kann man die Kosten einer Finanzberatung von der Steuer absetzen?


Ja man kann die Kosten für einen Finanzberater steuerlich absetzen aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. Die erste Voraussetzung ist, dass es sich um eine Beratung auf Honorarbasis handelt. Die Beratungshonorare können dann als Werbungskosten steuerlich abgesetzt werden.

Die zweite Voraussetzung ist, dass die Beratung zu bestimmten Themen geführt wurde. Das können beispielsweise die Themen Altersvorsorge, Beratung zur Absicherung des Einkommens oder eine Anlageberatung sein. Um hier auf der sicheren Seite zu sein empfiehlt es sich, einen Steuerberater zurate zu ziehen.

Performancebasierte Bezahlung


Neben einer Bezahlung pro Stunde oder einer Bezahlung für ein gesamtes Projekt gibt es auch die Möglichkeiten einer Bezahlung auf Performancebasis. Das bietet sich vor allem im Bereich der Geldanlage an.

Eine übliche Vereinbarung hier ist, dass der Berater einen Prozentsatz des Depotwerts erhält aber nur, wenn das Depot insgesamt im Plus ist und die Performance einen bestimmten Wert überstiegen hat. Das könnte dann beispielsweise wie folgt aussehen.

Im Depot liegen 10.000€ und das Depot ist insgesamt im Plus. Im letzten Jahr hat das Depot eine Wertentwicklung von 6% gemacht. Somit erhält der Berater 1% des Depotwerts also konkret 100€. Die genauen Konditionen sind dann immer individuelle Verhandlungssache.

Häufig gestellte Fragen rund um die Kosten einer Finanzberatung

 
Wie viel kostet eine Finanzberatung pro Stunde?
Die Kosten einer Finanzberatung pro Stunde hängen ab von dem Stundensatz des Beraters. Üblicherweise liegen die Kosten pro Stunde zwischen 70€ und 130€.
Wer muss den Finanzberater bezahlen?
Bei einer Honorarberatung wird der Finanzberater direkt vom Kunden bezahlt. Bei einer Beratung auf Provisionsbasis erhält der Berater sein Geld von der Versicherung. Natürlich nur, wenn auch ein Vertrag zwischen Kunde und Versicherung zustande gekommen ist.
Wie teuer ist eine Honorarberatung?
Eine Honorarberatung kostet pro Stunde zwischen 70€ und 130€. Eine Honorarberatung auf Projektbasis fängt bei 100€ an und kann in Extremfällen 5000€ oder mehr kosten. Durchschnittlich liegen die Kosten zwischen 200€ und 400€
Wie teuer ist eine Provisionsberatung?
Eine Beratung auf Provisionsbasis kostet erst einmal nichts. Erst wenn ein Vertrag zustande kommt, fallen Kosten an und auch erst dann erhält ein Finanzberater Geld. Die Kosten sind dann in den zu zahlenden Versicherungsbeiträgen enthalten. Es handelt sich dabei um die Abschluss- und Vertriebskosten.
Wie finanziert sich ein Finanzberater?
Ein Finanzberater kann sich über zwei Wege finanzieren. Entweder macht er dies über Provision oder über Honorare.
 


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Was kostet eine Finanzberatung von FragFina?


So ergeben sich unsere Preise
 
 

 
Grundsätzlich kann bei uns der Kunde wählen, über welche Kostenart er gerne beraten werden möchte. Wir bieten sowohl eine Beratung auf Honorarbasis als auch eine Beratung auf Provisionsbasis an. D. h. du kannst zu Beginn der Beratung wählen, welches System dir mehr zusagt und dich für eine Variante entscheiden. Gerne gehen wir im gemeinsamen Gespräch auch noch einmal auf die Vor- und Nachteile ein und arbeiten heraus, was für dich das beste Modell ist.

Honorarberatung bei FragFina


Unsere Honorarberatung ist für gewöhnlich immer auf Projektbasis angelegt. D. h. wir bieten üblicherweise keine Honorarberatung auf Stundenbasis an. Das hat den Vorteil, dass man direkt von Anfang an weiß, welche Kosten auf einen zukommen. Die Höhe des Honorars ist dabei abhängig vom Aufwand und Inhalt der Beratung. Erfahrungsgemäß liegt unser Projekthonorar zwischen 150€ und 400€ inkl. MwSt.. Um das ganze etwas besser greifen zu können findest du hier ein paar Beispiele:
Folgende Punkte sind beispielhaft enthalten, wenn bei uns eine Berechnung der Altersvorsorgelücke angefragt wird:

  • Die aktuelle Einkommenssituation wird erfasst
  • Bestehende Verträge sowie Leistungen aus Versorgungswerken und der Deutschen Rentenversicherung werden ermittelt
  • Recherche ob Förderungen oder Zuschüsse über Zusatzversorgungskassen oder durch den Arbeitgeber möglich sind
  • Ausfertigen einer umfangreichen Altersvorsorge Analyse
  • Empfehlungen und Konzept zur Schließung der Altersvorsorgelücke
Preis für das gesamte Projekt liegt üblicherweise zwischen 200€ - 300€
Folgende Punkte sind beispielhaft enthalten, wenn bei uns eine Analyse der aktuellen finanziellen Situation angefragt wird:

  • Geldanlagen auf deine passende Risiko- und Renditestruktur prüfen
  • Vorhandene Versicherungen auf Verbraucherschutzkriterien checken
  • Die Konditionen und Konzeption der Finanzierung prüfen und ggfs. anpassen
  • Ausarbeiten einer umfangreichen Auswertung
Die Kosten für ein derartiges Projekt liegen üblicherweise zwischen 200€ - 250€
Folgende Punkte sind beispielhaft enthalten, wenn bei uns eine Beratung zur Immobilienfinanzierung angefragt wird:

  • Analyse der bestehenden Situation und des zu finanzierenden Objektes durchführen
  • Individuelles Finanzierungskonzept erstellen
  • Angebote bei Banken einholen, vergleichen und besprechen
Ein derartiges Projekt kostet für gewöhnlich ca. 200€
Folgende Punkte sind beispielhaft enthalten, wenn bei uns eine Beratung zur Geldanlage angefragt wird:

  • Vermittlung von Grundlagenwissen über Kapitalanlagen, Finanzmärkte und deren Funktionsweise
  • Vermittlung von Grundlagenwissen zur Erstellung eines eigenen Depots
  • Ermittlung des persönlichen Risikoprofils
  • Erarbeitung eines Anlagekonzepts auf Grundlage des persönlichen Risikoprofils
Ein derartiges Projekt kostet für gewöhnlich ca. 250€

Provisionsberatung bei FragFina


Neben der Beratung auf Honorarbasis bieten wir auch eine Beratung auf Provisionsbasis an. Auf die Höhe der Provisionen bzw. der Kosten in den Verträgen haben wir keinen Einfluss. Diese sind in den zu zahlenden Beiträgen eingerechnet und werden vom Anbieter festgelegt.

Wir versuchen die Kosten eines Vertrags, so transparent wie möglich darzustellen, damit du genau weißt, was auf dich zukommt. Wichtig zu wissen ist, dass ein Vertrag nicht teurer wird, wenn er über uns vermittelt wird. Es ist egal, ob man den Vertrag bei uns abschließt, direkt bei der Versicherung oder im Internet, die Kosten sind immer genau gleich.


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Quellenangabe


Autor: Benjamin de Groot

Test.de: Honorarberatung alle Kosten auf den Tisch, https://www.test.de/Honorarberatung-Alle-Kosten-auf-den-Tisch-1614935-0/ (Abruf 05.2019)

Focus.de: Was Honorarberater kosten, https://www.focus.de/finanzen/banken/tid-14730/anlageberatung-was-honorarberater-kosten_aid_412861.html (Abruf 05.2019)