Rürup-Renten (Basisrenten) Rechner
Inhaltsverzeichnis:
Rechner
Was wird berechnet
Funktionsweise
Tarif finden
Disclaimer
Quellen & Autor
Hier findest du unseren Rürup-Rechner zur Berechnung von Beiträgen, Steuerersparnis und Ablaufleistung in der Basisrente (Rürup-Rente). Die Berechnung berücksichtigt dabei alle relevanten Parameter wie beruflichen Status, Einkommen, Laufzeit sowie monatliche Sparrate und Einmalzahlungen.
Mit diesem Finanzrechner kannst du schnell und einfach berechnen, welcher Anteil deiner Einzahlungen voraussichtlich steuerlich ansetzbar ist, wie groß die geschätzte Steuerersparnis sein kann und welche Ablaufleistung sich bei einer gewählten Renditeannahme bis zum Rentenbeginn ergibt.
Rürup-Renten (Basisrenten) Rechner
Hinweis: Vereinfachte Schätzung zur Orientierung (keine Steuer- oder Rechtsberatung). Der Rechner nimmt u. a. konstantes Einkommen, konstante Rahmenwerte und einen vereinfachten Grenzsteuersatz an. Die Rendite ist eine frei wählbare Annahme. Steuerersparnisse werden als jährlicher „Rückfluss“ modelliert. In der Praxis können sich Höchstbeträge, Beitragssätze und die persönliche Steuersituation ändern.
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Was wird mit dem Rürup-Renten (Basisrenten) Rechner berechnet?
Mit unserem Rürup-Rechner kannst du in wenigen Schritten berechnen, welchen finanziellen Effekt eine Rürup-Rente (Basisrente) über die gesamte Laufzeit haben kann und zwar nicht nur isoliert für einen einzelnen Aspekt, sondern als kombinierte Modellrechnung aus Beiträgen, Steuerwirkung und Wertentwicklung.
Der Rechner eignet sich damit sowohl für eine reine monatliche Sparrate als auch für Szenarien mit zusätzlicher Einmalzahlung/Zuzahlung (einmalig oder jährlich).
Konkret ermittelt der Rechner anhand von Geburtsdatum und geplantem Rentenalter die Laufzeit bis zum Rentenbeginn und berechnet darauf aufbauend die Summe deiner Einzahlungen (Sparrate + Einmalzahlung).
Gleichzeitig wird, basierend auf den Angaben zu Familienstand, beruflichem Status und Einkommen, vereinfacht abgeschätzt, wie viel vom steuerlichen Höchstbetrag voraussichtlich noch zur Verfügung steht.
Daraus ergibt sich, welcher Anteil deiner Beiträge steuerlich ansetzbar ist und wie hoch die geschätzte Steuerersparnis über die gesamte Laufzeit ausfallen kann.
Zusätzlich kannst du eine erwartete Rendite hinterlegen. Der Rechner simuliert daraus eine mögliche Ablaufleistung zum Rentenbeginn. Um den steuerlichen Effekt noch besser einzuordnen, werden außerdem eine Förderquote (Verhältnis der Steuerersparnis zu den Einzahlungen) sowie eine vereinfachte effektive Rendite nach Steuern (IRR-Näherung auf Basis der Zahlungsströme) ausgewiesen.
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So funktioniert der Rürup-Rechner
Der Rechner liefert eine vereinfachte Modellrechnung. Er kombiniert Beitragsplanung (Sparrate + Einmalzahlung), eine angenommene Rendite sowie eine Schätzung der steuerlichen Absetzbarkeit innerhalb des steuerlich relevanten Höchstbetrags.
Alle Ergebnisse beziehen sich auf den Zeitraum vom heutigen Zeitpunkt bis zum gewählten Rentenalter.
Wichtig: Der Rechner arbeitet, wie praktisch alle Online-Rechner dieser Art, mit konstanten Annahmen (z. B. konstantes Einkommen, konstanter Grenzsteuersatz, konstante Rahmenwerte). In der Realität können sich Einkommen, Höchstbeträge und Steuergesetze über die Jahre verändern.
Ergebnis-Kachel 1: Laufzeit bis Rentenbeginn
Was bedeutet das Ergebnis?
Hier wird angezeigt, wie viele Jahre (gerundet) zwischen heute und dem geplanten Rentenbeginn liegen.
Wie wird gerechnet?
- Aus dem Geburtsdatum wird das aktuelle Alter ermittelt.
- Danach gilt:
Laufzeit (Jahre) = Rentenalter − aktuelles Alter
Die Laufzeit wird auf ganze Jahre abgerundet und ist mindestens 0.
Ergebnis-Kachel 2: Summe Einzahlungen (Laufzeit)
Was bedeutet das Ergebnis?
Das ist die Summe aller Beiträge, die über die gesamte Laufzeit in den Vertrag fließen – also monatliche Sparrate plus ggf. Einmalzahlung(en).
Wie wird gerechnet?
Die monatliche Sparrate wird in eine jährliche Rate umgerechnet:
Jahresbeitrag = Sparrate × 12
Je nach Auswahl wird die Einmalzahlung entweder nur im 1. Jahr berücksichtigt oder jedes Jahr als jährliche Zuzahlung gerechnet.
Für jedes Jahr y gilt:
Einzahlungy = (Sparrate × 12) + Einmalzahlungy
Über die gesamte Laufzeit (n Jahre):
Summe Einzahlungen = Σy=1..n Einzahlungy
Ergebnis-Kachel 3: Steuerlich ansetzbar (Laufzeit)
Was bedeutet das Ergebnis?
Dieser Wert zeigt, welcher Teil der Einzahlungen über die Laufzeit steuerlich als Sonderausgaben berücksichtigt werden kann – begrenzt durch den jährlich verfügbaren steuerlichen Spielraum.
Rechenlogik (vereinfacht):
Der Rechner ermittelt pro Jahr einen verfügbaren Spielraum: verfügbarer Höchstbetragy. Dann gilt pro Jahr:
ansetzbary = min(Einzahlungy, verfügbarer Höchstbetragy)
Über die Laufzeit:
Steuerlich ansetzbar (Laufzeit) = Σy=1..n ansetzbary
Warum ist das wichtig?
Nicht jede Einzahlung ist automatisch in voller Höhe steuerlich absetzbar. Wenn der steuerliche Höchstbetrag in einem Jahr bereits ausgeschöpft ist, wird der darüber hinausgehende Teil in dieser Modellrechnung als nicht mehr ansetzbar betrachtet.
Hinweis zur Vereinfachung:
Der Rechner arbeitet mit konstanten Rahmenwerten und einer Näherungslogik zur Kürzung des Höchstbetrags (z. B. durch Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung/Versorgungswerk/Beamtenlogik). Das dient einer robusten Orientierung, ersetzt aber keine individuelle Steuerberechnung.
Ergebnis-Kachel 4: Geschätzte Steuerersparnis (Laufzeit)
Was bedeutet das Ergebnis?
Das ist die geschätzte Summe der Steuerentlastung, die aus dem steuerlich ansetzbaren Anteil der Beiträge resultiert.
Wie wird gerechnet?
Für jedes Jahr:
Steuerersparnisy = ansetzbary × Grenzsteuersatz
Über die Laufzeit:
Steuerersparnis (Laufzeit) = Σy=1..n Steuerersparnisy
Wichtig: Das ist eine Annäherung. Der Grenzsteuersatz ist eine gute Faustformel für den Effekt „am Rand“, der tatsächliche Steuerbonus kann je nach Einzelfall abweichen (zu versteuerndes Einkommen, Abzüge, Progression, Sonderfälle).
Ergebnis-Kachel 5: Ablaufleistung (mit Rendite)
Was bedeutet das Ergebnis?
Das ist das modellierte Vertragsguthaben am Ende der Laufzeit – auf Basis der von dir eingegebenen Renditeannahme.
Wie wird gerechnet?
Der Rechner simuliert das Kapital über die gesamte Laufzeit mit monatlicher Verzinsung. Aus der jährlichen Rendite rp.a. wird eine monatliche Rendite rm abgeleitet:
rm = (1 + rp.a.)1/12 − 1
Danach gilt pro Monat (vereinfacht): Beitrag wird addiert, anschließend verzinst:
Kt = (Kt−1 + Beitragt) × (1 + rm)
So entsteht die Ablaufleistung KEnde nach n Monaten.
Warum monatlich? Weil Sparraten typischerweise monatlich fließen und so die Verzinsung realistischer modelliert werden kann als nur mit Jahreswerten.
Ergebnis-Kachel 6: Förderquote (Steuervorteil)
Was bedeutet das Ergebnis?
Die Förderquote zeigt den Steuervorteil als prozentuales Verhältnis zur gesamten Einzahlungssumme:
Förderquote = Steuerersparnis (Laufzeit) ÷ Summe Einzahlungen (Laufzeit)
Beispiel: Eine Förderquote von 20 % bedeutet: Über die Laufzeit entspricht die geschätzte Steuerersparnis etwa 20 % der insgesamt eingezahlten Beiträge.
Warum ist das interessant?
Weil es die steuerliche Förderung „normalisiert“ – unabhängig davon, ob jemand 100 € oder 1.000 € pro Monat spart.
Ergebnis-Kachel 7: Effektive Rendite nach Steuern (Näherung)
Was bedeutet das Ergebnis?
Diese Kennzahl versucht, die Rendite „aus Sicht des eigenen Geldbeutels“ zu messen also unter Berücksichtigung der Steuerersparnisse als Rückflüsse. Dafür nutzt der Rechner eine IRR-Methode (Internal Rate of Return / interne Verzinsung) auf Basis modellierter Zahlungsströme.
Welche Zahlungsströme werden verwendet?
- Beiträge (Sparrate + Einmalzahlung) werden als negative Cashflows modelliert (Geld fließt raus).
- Die geschätzte Steuerersparnis wird jeweils am Jahresende als positiver Cashflow modelliert (Rückfluss).
- Die Ablaufleistung am Ende ist ein positiver Cashflow.
Formel-Idee (vereinfacht):
0 = Σt=0..T CFt ÷ (1 + i)t
Da der Rechner monatlich arbeitet, wird zunächst eine monatliche IRR berechnet und anschließend in eine jährliche IRR umgerechnet:
ip.a. = (1 + im)12 − 1
Warum „Näherung“?
Weil der tatsächliche steuerliche Rückfluss nicht zwangsläufig exakt „am Jahresende“ in dieser Höhe entsteht und der tatsächliche Grenzsteuersatz / die Progression variieren kann. Trotzdem ist das eine anschauliche Kennzahl, um zu sehen, wie stark die steuerliche Förderung den „effektiven Ertrag“ beeinflussen kann.
Wichtiger Gesamthinweis
Der Rechner liefert eine technisch nachvollziehbare Näherung, aber keine Steuer- oder Rechtsberatung. In der Realität können sich steuerliche Rahmenbedingungen, Höchstbeträge, Einkommensverläufe, Produktkosten und Renditen verändern. Nutze die Ergebnisse daher als Orientierung – und wenn es um größere Einmalzahlungen oder konkrete Entscheidungen geht, empfiehlt sich eine individuelle Prüfung.
Den passenden Rürup-Tarif finden
Wenn du mit dem Rechner für dich erkannt hast, dass eine Rürup-Rente, zum Beispiel durch regelmäßige Beiträge, eine Einmalzahlung oder die steuerliche Förderung, grundsätzlich interessant sein kann, stellt sich als nächster Schritt eine entscheidende Frage: Welcher Tarif passt wirklich zu deinem Vorhaben?
Denn in der Praxis unterscheiden sich Rürup-Tarife teilweise deutlich. Unter anderem bei Kosten, Fondsauswahl, Flexibilität, Rentenfaktor-Regelungen (z. B. bei Zuzahlungen), Auszahlungsbedingungen und Vertragsdetails.
Gerade wenn du größere Beiträge planst, kann die Kostenstruktur über die Jahre einen erheblichen Einfluss darauf haben, wie effizient deine Einzahlung tatsächlich für den Vermögensaufbau arbeitet.
Deshalb haben wir in unserem Rürup-Test verschiedene Tarife als Nettopolice (provisionsfrei) miteinander verglichen.
Das Ziel: eine möglichst transparente Gegenüberstellung, bei der du schnell erkennst, welche Anbieter und Tarife in wichtigen Kategorien gut abschneiden und wo mögliche Schwächen liegen.
Unten findest du die große Tabellenauswertung aus unserem Test. Wenn du tiefer einsteigen möchtest, empfehlen wir dir zusätzlich den vollständigen Test: Dort erklären wir die Kriterien im Detail und zeigen, wie wir zu den jeweiligen Bewertungen kommen.
Zum vollständigen Rürup-Test (Nettopolice-Vergleich): https://www.fragfina.de/etf-ruerup-test/
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Wichtiger Hinweis / Disclaimer
Der auf dieser Seite bereitgestellte Rechner dient ausschließlich der allgemeinen Information und der unverbindlichen Orientierung. Die Ergebnisse stellen keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung dar und können eine individuelle Prüfung durch Steuerberater, Rechtsanwälte oder andere qualifizierte Fachpersonen nicht ersetzen.
1) Vereinfachte Annahmen und Modellcharakter
Der Rechner arbeitet mit vereinfachten Annahmen und einem modellhaften Rechenansatz. Insbesondere werden, je nach Eingabe, unter anderem folgende Punkte vereinfacht dargestellt:
- Konstantes Einkommen: Das eingegebene Bruttojahreseinkommen wird als konstant über die Laufzeit angenommen. Tatsächliche Einkommensverläufe können deutlich abweichen.
- Konstanter Grenzsteuersatz: Der Grenzsteuersatz wird als fester Wert verwendet. Soweit ein Wert automatisch vorgeschlagen wird, handelt es sich um einen Richtwert. Der tatsächliche Grenzsteuersatz hängt vom zu versteuernden Einkommen, dem Familienstand, Werbungskosten, Sonderausgaben, weiteren Einkünften und weiteren steuerlichen Faktoren ab.
- Vereinfachte Behandlung des Höchstbetrags: Der steuerlich berücksichtigungsfähige Höchstbetrag bzw. der verbleibende Spielraum wird auf Basis einer Näherungslogik ermittelt. In der Praxis hängt die genaue Berechnung von weiteren Parametern ab (z. B. konkreten Beitragsmeldungen, individuellen Konstellationen, Wechseln im Jahr, Sonderfällen).
- Konstante Rahmenwerte: Rechengrößen, Beitragssätze und Höchstbeträge können sich jährlich ändern. Der Rechner bildet diese möglichen zukünftigen Änderungen nicht zwingend vollständig ab.
2) Steuerliche Ergebnisse sind Näherungen
Die angezeigten Werte zur steuerlichen Absetzbarkeit und zur Steuerersparnis sind vereinfachte Schätzwerte. Die tatsächliche steuerliche Wirkung kann abweichen, insbesondere durch:
- die individuelle Progressionswirkung (Tarifzone, Splittingeffekte, Veränderungen im Zeitverlauf),
- abweichende Höhe des zu versteuernden Einkommens (z. B. durch Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen),
- weitere Einkünfte oder steuerliche Sondertatbestände (z. B. einmalige Einkünfte, besondere Abzugspositionen),
- Kirchensteuer/Solidaritätszuschlag (je nach persönlicher Situation),
- abweichende steuerliche Behandlung durch Finanzverwaltung/Einzelfallbescheid.
3) Rendite, Ablaufleistung und effektive Rendite
Soweit der Rechner eine Rendite bzw. eine Ablaufleistung darstellt, handelt es sich um eine frei wählbare Annahme und keine Garantie. Kapitalmarktentwicklungen, Kostenstrukturen des konkreten Produkts, Überschüsse, Fonds-/ETF-Entwicklung, Schwankungen und weitere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächliche Entwicklung deutlich höher oder niedriger ausfällt.
Die Kennzahl „Effektive Rendite nach Steuern“ basiert auf einer modellhaften Zahlungsstromberechnung (IRR-Näherung). Steuerersparnisse werden dabei als Rückflüsse vereinfacht modelliert. Diese Kennzahl dient der Orientierung und ist nicht als exakte Renditeprognose zu verstehen.
4) Keine Aussage zur Produktqualität oder zu konkreten Tarifen
Der Rechner trifft keine Aussage über die Eignung oder Qualität eines konkreten Rürup-Tarifs. Insbesondere berücksichtigt er nicht automatisch alle möglichen Kostenarten (z. B. Abschluss-/Verwaltungskosten, Fondskosten, Zuzahlungskosten), Tarifbedingungen oder individuelle Vertragsdetails.
Quellen & Autor
Autor: Benjamin de Groot
Gesetze im Internet: Einkommensteuergesetz (EStG) § 22 Arten der sonstigen Einkünfte; https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__22.html (Abruf 03.2026)
Bundesanzeiger: Alterseinkünftegesetz (AltEinkG); https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?start=//*%5B@attr_id=%27bgbl104s1427.pdf%27%5D#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl104s1427.pdf%27%5D__1648800677941 (Abruf 03.2026)
Gesetze im Internet: Einkommensteuergesetz (EStG) § 10; https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__10.html (Abruf 03.2026)
