Rechner · Altersvorsorgedepot

Rechner zur Auszahlung aus dem Altersvorsorgedepot

Zuletzt aktualisiert am 23.09.2026
 
 

FragFina Rechner

Auszahlungsphase im Altersvorsorgedepot berechnen

Vergleiche einen Auszahlungsplan mit einer lebenslangen Verrentung. Der Rechner zeigt dir die voraussichtlichen Auszahlungen, die Entwicklung des Restkapitals und ordnet die gewählte Auszahlungsdauer statistisch zur Lebenserwartung ein.

Was möchtest du berechnen?
Grunddaten
Wird nur für die statistische Lebenserwartungs-Auswertung genutzt. Die Berechnung der lebenslangen Rente bleibt davon unberührt.
€
Einmalige Kapitalauszahlung zu Beginn
Zwischen 0 und 30 % des vorhandenen Kapitals.
Auszahlungsplan
Kapitalmarktentwicklung
Bei „Mit Schwankungen“ werden 1.000 mögliche Kapitalmarktverläufe simuliert. Die Ergebnisse zeigen keinen einzelnen Zufallsverlauf, sondern einen Ergebnisbereich.
Die Profile sind Modellannahmen zur Orientierung und keine Renditeprognosen. Bei „Gleichmäßige Entwicklung“ wird nur die Renditeannahme verwendet.
%
Langfristige Renditeannahme p. a. nach laufenden Anlagekosten, vor Steuern.
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Annualisierte Schwankungsannahme in %. Je höher der Wert, desto stärker können die einzelnen Kapitalmarktjahre voneinander abweichen.
Der Stress-Test ergänzt die normale Schwankungssimulation und zeigt, wie empfindlich der Auszahlungsplan auf außergewöhnlich schlechte Marktphasen und deren Zeitpunkt reagiert.
Extremstress: Ein Verlust von −50 % innerhalb eines Jahres ist eine bewusst sehr harte Modellannahme. Solche Größenordnungen sind bei stark aktienorientierten Portfolios als zwischenzeitliche Einbrüche historisch vorgekommen, für defensivere Portfolios ist dieses Szenario in der Regel deutlich zu streng. Im Rechner wird der Verlust als vollständige Jahresrendite angesetzt und wirkt deshalb besonders belastend.
Zwei Krisenphasen: In diesem Stress-Test wird im ersten Jahr und erneut zehn Jahre nach Rentenbeginn jeweils eine Rendite von −20 % über zwölf Monate unterstellt. Dazwischen und danach läuft die normale Schwankungssimulation weiter. Das Szenario ist keine Prognose, sondern eine bewusst belastende Modellannahme.
20-%-Puffer bilden?
Die Auszahlung wird zu Beginn und anschließend alle 36 Monate neu berechnet.
Lebenslange Rente
Der Rentenfaktor bildet hier zunächst die Grundrente ohne zusätzliche Überschussrente. Verwende deshalb keinen bereits um eine Bonusrente erhöhten Gesamt-Rentenfaktor.
Die Bezeichnungen unterscheiden sich je nach Versicherer. Entscheidend ist, ob Überschüsse die Anfangsrente erhöhen, die Rente später steigern oder beides kombinieren.
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Der Bonus wird auf die Grundrente aufgeschlagen. Er ist nicht garantiert und kann sich bei einer geänderten Überschussdeklaration verändern.
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Die modellierte Steigerung beginnt nach dem ersten Rentenjahr. Überschüsse sind nicht garantiert.

Ergebnis

So liest du den Simulationsbereich: Das grüne Band umfasst die mittleren 80 % der 1.000 Simulationen. Rund 10 % der berechneten Ergebnisse liegen darunter und rund 10 % darüber. Die mittlere Linie zeigt den Median: Die Hälfte der Simulationen liegt darunter, die andere Hälfte darüber. Das Band ist kein Best- oder Worst-Case.
Monatliche Auszahlung nach Alter
Beim Auszahlungsplan wird die monatliche Auszahlung alle drei Jahre neu berechnet. Bei Schwankungssimulation zeigt das grüne Band die mittleren 80 % der simulierten Ergebnisse. Bewege die Maus über den Graphen oder tippe ihn an, um genaue Werte zu sehen.
Entwicklung des Restkapitals
Restkapital des Auszahlungsplans vor einer möglichen Schlusszahlung am gewählten Endalter. Bei Schwankungssimulation zeigt das grüne Band die mittleren 80 % der simulierten Ergebnisse. Bewege die Maus über den Graphen oder tippe ihn an, um genaue Werte zu sehen.
Bei der lebenslangen Verrentung wird das für die Verrentung verwendete Kapital in einen lebenslangen Rentenanspruch umgewandelt. Ein individuell verfügbares Restkapital wird deshalb nicht dargestellt.
Lebenserwartung und Auszahlungsdauer

Die statistische Einordnung zeigt, wie das gewählte Endalter des Auszahlungsplans zur Lebenserwartung und zur Wahrscheinlichkeit passt, dieses Alter zu erreichen.

Datengrundlage: Statistisches Bundesamt (Destatis), Periodensterbetafel Deutschland 2023/2025, Tabelle 12621-0001. Die Periodensterbetafel bildet die Sterblichkeitsverhältnisse 2023 bis 2025 ab und enthält keine Annahme über eine zukünftige Veränderung der Lebenserwartung. Die Werte sind statistische Orientierungswerte und keine individuelle Prognose. Quelle bei Destatis
Jahresübersicht
So rechnet der Rechner: Beim Auszahlungsplan wird die Auszahlung zu Beginn und anschließend exakt alle 36 Monate neu berechnet. Bei aktiviertem Puffer werden jeweils 80 % des vorhandenen Kapitals auf die verbleibenden Monate verteilt, ohne Puffer 100 %. Bei schwankender Kapitalmarktentwicklung werden 1.000 modellhafte Renditepfade simuliert. Das grüne Band umfasst die mittleren 80 % der Ergebnisse; die Linie zeigt den Median. Ein verbleibendes Restkapital wird am Ende als Schlusszahlung ausgewiesen. Die Ergebnisse sind Modellrechnungen und keine Prognose.

Altersvorsorgedepot: Auszahlung als Auszahlungsplan oder lebenslange Rente berechnen

Wie hoch kann die spätere Auszahlung aus dem Altersvorsorgedepot ausfallen? Und welchen Unterschied macht es, ob du dein angespartes Kapital über einen Auszahlungsplan entnimmst oder daraus eine lebenslange Rente erhältst?

Mit unserem Rechner kannst du mit wenigen Klicks verschiedene Varianten der Auszahlungsphase berechnen und direkt miteinander vergleichen. Dabei siehst du nicht nur die mögliche monatliche Auszahlung bzw. Rente, sondern auch, wie sich unterschiedliche Laufzeiten, Kapitalmarktrenditen, Schwankungen und simulierte Extremsituationen auf das Ergebnis auswirken können.

Für die Auszahlung des geförderten Altersvorsorgevermögens gibt es grundsätzlich zwei unterschiedliche Wege.

Beim Auszahlungsplan bleibt das vorhandene Kapital weiterhin investiert und wird über einen festgelegten Zeitraum schrittweise ausgezahlt.

Die Höhe der späteren Auszahlung hängt deshalb nicht nur von der durchschnittlichen Rendite ab, sondern auch davon, wann gute und schlechte Kapitalmarktphasen auftreten. Der Rechner kann neben einer vereinfachten gleichmäßigen Wertentwicklung deshalb auch 1.000 unterschiedliche Kapitalmarktverläufe simulieren. Zusätzlich lassen sich gezielt Stressszenarien wie starke Kurseinbrüche zu unterschiedlichen Zeitpunkten durchspielen.

Bei der zweiten Variante, der lebenslangen Rente wird das zum Rentenbeginn vorhandene Kapital dagegen in eine monatliche, lebenslang gezahlte Rente umgerechnet.

Der Rechner berücksichtigt dafür den Rentenfaktor sowie verschiedene Formen der Überschussbeteiligung und zeigt, wie sich diese auf die anfängliche und spätere Rentenhöhe auswirken können.

Wichtig für die Einordnung: Bei einem reinen Depotangebot für das Altersvorsorgedepot steht in der Auszahlungsphase grundsätzlich der Auszahlungsplan zur Verfügung. Bei einer versicherungstechnischen Lösung kann dagegen zum Rentenbeginn zwischen einem Auszahlungsplan und einer lebenslangen Verrentung gewählt werden.

Der Rechner bildet deshalb beide Varianten ab und macht ihre unterschiedlichen Auswirkungen vergleichbar. Zusätzlich ordnet der Rechner die gewählte Dauer eines Auszahlungsplans anhand statistischer Lebenserwartungsdaten ein. So wird sichtbar, wie wahrscheinlich es ist, das gewählte Endalter des Auszahlungsplans zu erreichen und für welchen Zeitraum gegebenenfalls zusätzliche laufende Einkünfte eingeplant werden sollten.

Wichtig: Der Rechner ist eine Modellrechnung. Er zeigt, wie sich unterschiedliche Annahmen mathematisch auswirken können. Er ist keine Prognose für eine konkrete Kapitalmarktentwicklung, keinen konkreten Versicherungsvertrag und keine individuelle Lebenserwartung.

1. Grunddaten: Welche Angaben braucht der Rechner?

Geschlecht

Das Geschlecht wird ausschließlich für die statistische Einordnung der Lebenserwartung verwendet. Die Berechnung der lebenslangen Rente erfolgt unabhängig davon. Grundlage der Lebenserwartungs-Auswertung ist die aktuelle Periodensterbetafel 2023/2025 des Statistischen Bundesamts.

Kapital zu Beginn der Auszahlungsphase

Hier trägst du das Kapital ein, das beim Start der Auszahlungsphase insgesamt zur Verfügung steht. Dieser Wert ist die gemeinsame Ausgangsbasis für den Auszahlungsplan und die lebenslange Verrentung.

Beginn der Auszahlung

Für die neue geförderte private Altersvorsorge liegt der reguläre Beginn der Auszahlungsphase grundsätzlich zwischen dem vollendeten 65. und 70. Lebensjahr. Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein früherer Beginn möglich sein. Der Rechner bildet die reguläre Bandbreite von 65 bis 70 Jahren ab.

Einmalige Kapitalauszahlung zu Beginn

Zu Beginn der Auszahlungsphase kann bis zu 30 % des verfügbaren Kapitals einmalig entnommen werden. Der Rechner zieht diese Teilkapitalauszahlung zuerst vom vorhandenen Kapital ab. Nur das danach verbleibende Kapital wird für den Auszahlungsplan oder die Verrentung verwendet.

Technischer Hintergrund: verbleibendes Kapital
K₀ = K × (1 − a)K = Kapital zu Beginn, a = Anteil der einmaligen Kapitalauszahlung, K₀ = Kapital für die weitere Auszahlungsphase.

Beispiel: Bei 200.000 € Kapital und 20 % Teilkapitalauszahlung werden 40.000 € einmalig ausgezahlt. Für die weitere Berechnung verbleiben 160.000 €.

2. Auszahlungsplan: Laufzeit, Rendite und Schwankungen

Beim Auszahlungsplan bleibt das Kapital während der Rentenphase investiert. Die monatliche Auszahlung wird zu Beginn und anschließend in regelmäßigen Abständen neu festgelegt. Nach der gesetzlichen Ausgestaltung muss der Auszahlungsplan mindestens bis zum vollendeten 85. Lebensjahr laufen; längere Laufzeiten sind möglich.

Endalter des Auszahlungsplans

Du kannst im Rechner zwischen 85, 90, 95 und 100 Jahren wählen. Je länger die Laufzeit, desto länger muss das vorhandene Kapital auf monatliche Auszahlungen verteilt werden. Dadurch fällt die anfängliche Auszahlung bei ansonsten gleichen Annahmen tendenziell niedriger aus.

80-%-Puffer oder 100-%-Verteilung

Der Rechner kann bei jeder Neuberechnung entweder 100 % des vorhandenen Kapitals auf die verbleibenden Monate verteilen oder nur 80 %. Bei der 80-%-Variante bleibt rechnerisch ein Puffer im Kapitalstock. Dieser Puffer wird nicht separat auf einem anderen Konto geführt, sondern bleibt Teil des investierten Kapitals und kann spätere Schwankungen abfedern.

Warum wird alle drei Jahre neu gerechnet? Die Höhe der monatlichen Auszahlung darf bei einem Auszahlungsplan nicht einfach dauerhaft aus einer anfänglichen Durchschnittsrendite abgeleitet werden. Das tatsächlich vorhandene Kapital verändert sich durch Renditen und Auszahlungen. Deshalb wird im Rechner exakt alle 36 Monate auf Basis des dann vorhandenen Kapitals neu gerechnet.

Anlageprofil: Defensiv, ausgewogen oder offensiv

Viele Nutzer können eine Volatilität von beispielsweise 10 % oder 15 % nur schwer einordnen. Deshalb bietet der Rechner drei vereinfachte Anlageprofile. Sie koppeln eine langfristige Renditeannahme mit einer dazu passenden Schwankungsannahme. Die Werte sind Modellannahmen zur Orientierung, keine Prognosen.

Profil Renditeannahme Volatilität Gedanke
Defensiv 3,0 % p. a. 6,0 % p. a. geringere Schwankungen, geringere Renditeerwartung
Ausgewogen 4,5 % p. a. 10,0 % p. a. Mischung aus Stabilität und Renditechancen
Offensiv 6,0 % p. a. 15,0 % p. a. höhere Renditechancen bei stärkeren Schwankungen
Individuell frei wählbar frei wählbar eigene Modellannahmen

Bei der individuellen Eingabe kannst du Rendite und Volatilität frei festlegen. Der Rechner weist lediglich auf auffällige Kombinationen hin, blockiert sie aber nicht.

3. Lebenslange Rente: Rentenfaktor und Überschüsse

Bei der lebenslangen Verrentung wird das für die Verrentung verwendete Kapital in einen lebenslangen Rentenanspruch umgewandelt. Anders als beim Auszahlungsplan gibt es deshalb kein individuell verfügbares Restkapital, das im Rechner weitergeführt wird.

Rentenfaktor für die Grundrente

Der Rentenfaktor gibt an, wie viel monatliche Rente je 10.000 € Verrentungskapital gezahlt wird. Ein Rentenfaktor von 25 bedeutet zum Beispiel: Aus 10.000 € Kapital entstehen 25 € monatliche Grundrente.

Grundrente = Verrentungskapital / 10.000 × Rentenfaktor

Bei 200.000 € Verrentungskapital und einem Rentenfaktor von 25 ergibt sich eine monatliche Grundrente von 500 €.

Überschussbeteiligung: nicht jedes Modell wirkt gleich

Versicherer können Überschüsse in der Rentenphase unterschiedlich verwenden. Deshalb bildet der Rechner mehrere typische Wirkungsweisen getrennt ab. Die Bezeichnungen unterscheiden sich je nach Versicherer; wirtschaftlich lassen sie sich vereinfacht in vier Gruppen einordnen.

Modell Wirkung im Rechner Orientierungswert
Dynamische Rente / Rentenzuwachs Start mit Grundrente, anschließend jährliche Steigerung 1,5 % p. a.
Bonusrente / flexible Rente höhere Anfangsrente durch Bonus 25 % Bonus
Mischform / teildynamische Rente höhere Anfangsrente plus spätere Steigerung 15 % Bonus + 0,5 % p. a.
Ohne Überschüsse nur die aus dem Rentenfaktor berechnete Grundrente 0 %

Die voreingestellten Werte sind bewusst nur Orientierungswerte. Sie lehnen sich an veröffentlichte Deklarationen einzelner Nettotarife an und sind weder Marktmittelwerte noch Garantien für die Zukunft. Tatsächliche Überschüsse können höher oder niedriger ausfallen oder sich während der Rentenphase verändern.

Keine Doppelzählung: Der eingegebene Rentenfaktor sollte die Grundrente ohne den im Rechner zusätzlich modellierten Überschussbonus abbilden. Ist in einem Angebotswert bereits eine Bonusrente enthalten, darf derselbe Bonus nicht noch einmal im Rechner aufgeschlagen werden.

4. Ergebnisse richtig lesen

Der Rechner zeigt bewusst nicht nur einen einzelnen Monatswert. Bei einem Auszahlungsplan sind vor allem der Verlauf der Auszahlung, die Entwicklung des Restkapitals und die Unsicherheit der Kapitalmarktentwicklung relevant.

Monatliche Auszahlung nach Alter

Die Stufen im Auszahlungsplan entstehen durch die Neuberechnung alle 36 Monate. Bei einer positiven Kapitalmarktentwicklung kann die neu berechnete Monatsauszahlung steigen. Nach schwachen Kapitalmarktphasen kann sie sinken. Im Vergleichsmodus wird daneben die lebenslange Rente dargestellt.

Entwicklung des Restkapitals

Der zweite Graph zeigt, wie viel Kapital im Auszahlungsplan im Zeitverlauf noch vorhanden ist. Bei der 80-%-Puffer-Variante kann am gewählten Endalter ein höheres Restkapital verbleiben. Ein vorhandenes Restkapital wird im Modell am Ende als Schlusszahlung berücksichtigt.

Jahresübersicht

Die Tabelle übersetzt die Graphen in konkrete Jahreswerte. Sie zeigt abhängig vom gewählten Modus unter anderem die monatliche Auszahlung, den Simulationsbereich, die lebenslange Rente, die Wertentwicklung und das verbleibende Kapital. Jahre mit einer Neuberechnung werden besonders gekennzeichnet.

5. Warum simuliert der Rechner 1.000 Kapitalmarktverläufe?

Eine konstante Durchschnittsrendite ist für eine Entnahmephase nur eingeschränkt aussagekräftig. Zwei Kapitalmarktverläufe können langfristig dieselbe durchschnittliche Rendite erreichen und trotzdem zu sehr unterschiedlichen Auszahlungen führen. Der Grund ist das sogenannte Sequence-of-Returns-Risiko: Verluste zu Beginn der Entnahmephase können stärker wirken als gleich große Verluste viele Jahre später, weil gleichzeitig bereits Geld aus dem Kapitalstock entnommen wird.

Im Schwankungsmodus erzeugt der Rechner deshalb 1.000 modellhafte Renditepfade. Für jedes Alter werden die resultierenden Auszahlungen und Kapitalstände sortiert.

Was bedeutet „mittlere 80 %“? Das untere Ende des grünen Korridors ist das 10. Perzentil: 10 % der Simulationen liegen darunter, 90 % darüber. Die mittlere Linie ist der Median. Das obere Ende ist das 90. Perzentil: 90 % liegen darunter, 10 % darüber. Der Korridor umfasst damit die mittleren 80 % aller simulierten Ergebnisse.

Das 10. Perzentil ist kein Worst Case und das 90. Perzentil kein Best Case. Extreme Ergebnisse können außerhalb des dargestellten Korridors liegen.

Technischer Hintergrund: Rendite und Volatilität

Die annualisierte Volatilität wird auf Monatsbasis umgerechnet:

σₘ = σₐ / √12

Für die monatliche Zufallsrendite verwendet der Rechner ein lognormal aufgebautes Renditemodell:

μₘ = ln(1 + rₐ) / 12 − ½ × σₘ²
rₜ = exp(μₘ + σₘ × zₜ) − 1rₐ = erwartete Jahresrendite, σₐ = annualisierte Volatilität, zₜ = standardnormalverteilter Zufallswert.

Das ist ein transparentes mathematisches Modell, aber keine vollständige Abbildung realer Kapitalmärkte. Reale Renditen können unter anderem stärkere Extrembewegungen, länger anhaltende Volatilitätsphasen und Abhängigkeiten zwischen einzelnen Perioden zeigen.

6. Wofür gibt es zusätzliche Stress-Tests?

Die Monte-Carlo-Simulation beschreibt einen breiten Bereich möglicher Verläufe unter den gewählten Rendite- und Volatilitätsannahmen. Außergewöhnlich starke Krisenphasen sollen davon getrennt betrachtet werden. Deshalb kannst du zusätzlich einen Stress-Test aktivieren.

Bei einem einmaligen Stress-Test kannst du Zeitpunkt und Stärke des Einbruchs wählen. So lässt sich zum Beispiel derselbe Verlust direkt zu Rentenbeginn und erst zehn Jahre später vergleichen. Zusätzlich gibt es ein Szenario mit zwei Krisenphasen.

Ein Stresswert von −50 % ist im Rechner ausdrücklich als Extremstress gekennzeichnet. Er wird als vollständige Jahresrendite modelliert und ist damit strenger als ein bloßer zwischenzeitlicher Kursrückgang, der sich innerhalb desselben Jahres bereits teilweise erholen könnte.

Technischer Hintergrund: Wie wird der Stress im Modell eingebaut?

Während eines Stressjahres ersetzt der vorgegebene Stresswert die normale Zufallsrendite. Die Jahresrendite wird dabei in eine konstante Monatsrendite umgerechnet:

rStress,Monat = (1 + rStress,Jahr)^(1/12) − 1

Nach Ablauf der zwölf Stressmonate läuft wieder die normale Schwankungssimulation. Das Szenario „zwei Krisenphasen“ setzt im aktuellen Modell −20 % im ersten Jahr und nochmals −20 % zehn Jahre nach Rentenbeginn an.

7. Lebenserwartung und Langlebigkeitsrisiko

Bei einem Auszahlungsplan ist nicht nur die Kapitalmarktentwicklung relevant. Entscheidend ist auch, ob das gewählte Endalter zur möglichen Lebensdauer passt. Ein Auszahlungsplan bis 85 bedeutet nicht, dass die eigene Versorgung mit 85 endet sondern nur, dass aus diesem Vertrag danach keine regelmäßigen Auszahlungen mehr kommen.

Der Rechner zeigt deshalb zwei unterschiedliche statistische Größen: das statistische Durchschnittsalter ab dem gewählten Rentenbeginn und die Wahrscheinlichkeit, mindestens das gewählte Endalter des Auszahlungsplans zu erreichen.

Die zweite Kennzahl ist besonders wichtig: Auch wenn das Planende bereits über dem statistischen Durchschnittsalter liegt, kann ein erheblicher Anteil vergleichbarer Personen dieses Alter trotzdem erreichen oder überschreiten. Die Finanzierung der Zeit nach dem Auszahlungsplan muss daher aus anderen Einkommensquellen oder Vermögen abgedeckt werden.

Technischer Hintergrund: Wie wird die Überlebenswahrscheinlichkeit berechnet?

Die Destatis-Sterbetafel enthält für jedes Alter unter anderem die fernere Lebenserwartung eₓ und die Zahl der statistisch Überlebenden lₓ.

Statistisches Durchschnittsalter = Startalter + eₓ

P(Endalter y erreichen | Startalter x erreicht) = lᵧ / lₓ

Verwendet wird die Periodensterbetafel Deutschland 2023/2025. Sie beschreibt die Sterblichkeitsverhältnisse dieses Beobachtungszeitraums und enthält keine Annahme über künftige Verbesserungen der Lebenserwartung. Sie ist deshalb eine statistische Orientierung, keine individuelle Prognose.

8. So wird der Auszahlungsplan mathematisch berechnet

Der Kern der Berechnung ist bewusst einfach nachvollziehbar. Zu jedem Neuberechnungszeitpunkt wird betrachtet, wie viel Kapital tatsächlich noch vorhanden ist und wie viele Monate bis zum gewählten Endalter verbleiben.

Monatliche Auszahlung Zₜ = q × Kₜ / NₜKₜ = vorhandenes Kapital zum Neuberechnungszeitpunkt, Nₜ = verbleibende Monate, q = 1,00 ohne Puffer bzw. 0,80 mit 20-%-Puffer.

Zwischen zwei Neuberechnungen bleibt die monatliche Auszahlung grundsätzlich konstant. Das Kapital entwickelt sich jedoch jeden Monat weiter:

Kₜ₊₁ = Kₜ × (1 + rₜ) − Zₜ

Nach 36 Monaten wird mit dem dann tatsächlich vorhandenen Kapital erneut gerechnet. Dadurch wirken sich gute und schlechte Marktphasen auf die zukünftige Auszahlung aus.

Vereinfachte gleichmäßige Wertentwicklung

Wenn du statt der Simulation die gleichmäßige Entwicklung auswählst, wird aus der Jahresrendite eine konstante Monatsrendite berechnet:

rMonat = (1 + rJahr)^(1/12) − 1

Überschussmodelle der lebenslangen Rente

Die lebenslange Rente wird zuerst als Grundrente berechnet. Anschließend wird, abhängig vom gewählten Überschussmodell, ein Bonus und/oder eine jährliche Steigerung angewendet.

RGrund = K₀ / 10.000 × Rentenfaktor

RStart = RGrund × (1 + Bonus)

Rn = RStart × (1 + g)^nBonus = Überschussbonus zu Rentenbeginn, g = angenommene jährliche Rentensteigerung, n = Jahre seit Rentenbeginn.

9. Annahmen und Grenzen der Modellrechnung

Der Rechner soll Zusammenhänge sichtbar machen und verschiedene Auszahlungswege vergleichbar machen. Er kann die Zukunft nicht vorhersagen. Für die Interpretation sind insbesondere folgende Punkte wichtig:

  • Kapitalmarktrenditen sind unsicher. Erwartete Rendite und Volatilität sind Modellannahmen.
  • Monte-Carlo-Simulationen hängen vom Modell ab. 1.000 Pfade zeigen einen möglichen Ergebnisraum unter den gewählten Annahmen, nicht alle denkbaren Marktverläufe.
  • Stress-Tests sind bewusst künstliche Belastungsszenarien. Sie sind keine Aussage darüber, wann oder wie oft Krisen eintreten.
  • Überschüsse sind nicht garantiert. Die im Rechner verwendeten Werte dienen nur als Orientierung und können sich ändern.
  • Der Rentenfaktor muss zum konkreten Tarif und Rentenbeginn passen. Garantierter und aktueller Rentenfaktor können sich unterscheiden.
  • Die Lebenserwartung ist eine Statistik, keine persönliche Prognose. Individuelle Gesundheit, Lebensstil und künftige Veränderungen der Sterblichkeit werden nicht berücksichtigt.
  • Steuern werden nicht individuell berechnet. Die dargestellten Auszahlungen sind Bruttowerte. Leistungen aus geförderten Altersvorsorgeverträgen werden in der Auszahlungsphase grundsätzlich nachgelagert besteuert.
  • Inflation ist nicht separat abgezogen. Alle Beträge werden nominal dargestellt.
Kein Produktangebot und keine individuelle Beratung: Die Berechnung ersetzt weder die Vertragsunterlagen eines konkreten Anbieters noch eine individuelle steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Maßgeblich sind die tatsächlichen Vertragsbedingungen, Kosten, Überschussdeklarationen, Kapitalanlage und die persönliche Situation. Bei der Erstellung des Rechners wurde KI verwendet.

10. Quellen und Datengrundlagen

Stand der methodischen Erläuterungen: September 2026.